Verringerung der Treibhausgasemissionen

Als Unternehmen setzen wir uns für die Verringerung unserer Treibhausgasemissionen ein.

Wir erfassen Energieflüsse digital und integrieren erneuerbare Energien in unsere Standortversorgung.

Die Verringerung von Treibhausgasemissionen ist eine zentrale Aufgabe für Unternehmen, deren Standorte, Gebäude und Prozesse Energie benötigen. Dabei geht es nicht allein darum, den Energieverbrauch zu betrachten. Entscheidend ist auch, Transparenz über Energieflüsse zu schaffen, Einsparpotenziale zu erkennen und die Energieversorgung Schritt für Schritt weiterzuentwickeln.

Wir betrachten deshalb die Energieverbräuche und Energieflüsse an unseren Standorten und setzen auf digitale Möglichkeiten, um Betriebsdaten sichtbar zu machen und Zusammenhänge besser zu verstehen. Gleichzeitig prüfen wir standortbezogen, wo zusätzliche erneuerbare Energiequellen eingesetzt werden können.

So verbinden wir Datentransparenz, Energieeffizienz und die Weiterentwicklung unserer Energieversorgung mit unserem eigenen unternehmerischen Handeln.

Klimaschutz bei Wilo

Als international tätiges Wassertechnologieunternehmen trägt Wilo Verantwortung, Treibhausgasemissionen im eigenen Geschäftsbetrieb und entlang der Wertschöpfungskette zu reduzieren. Grundlage dafür sind die Klimastrategie der Wilo Group, eine extern validierte Treibhausgasbilanz nach dem Greenhouse Gas Protocol, sowie konkrete Reduktionsmaßnahmen für die eigenen Standorte und die Lieferkette.

Wissenschaftlich validierte Klimaziele

Die kurz- und langfristigen Emissionsreduktionsziele der Wilo Group wurden von der Science Based Targets initiative (SBTi) validiert (Target dashboard - Science Based Targets Initiative).

Ausgehend vom Basisjahr 2020 hat sich Wilo folgende Ziele gesetzt:

  • Reduktion der absoluten Scope-1- und Scope-2-Treibhausgasemissionen um 50 Prozent bis 2030 und um 90 Prozent bis 2050

  • Reduktion der absoluten Scope-3-Treibhausgasemissionen um 25 Prozent bis 2030 und um 90 Prozent bis 2050

  • Erhöhung des jährlichen Bezugs von Strom aus erneuerbaren Quellen von 40 Prozent im Jahr 2020 auf 100 Prozent bis 2030

Zur Erreichung dieser Ziele setzt Wilo unter anderem auf die Verringerung des Einsatzes fossiler Energieträger, den Ausbau der Eigenenergieerzeugung, den Bezug von Strom aus erneuerbaren Quellen, die Steigerung der Energie- und Produkteffizienz sowie die Zusammenarbeit mit Lieferanten und Kunden. Weitere Informationen zu den Zielen, Maßnahmen und Fortschritten enthält der Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht.

Transparent durch CDP

Wilo legt klimabezogene Informationen im Rahmen des CDP-Ratings offen. CDP ist eine im Jahr 2000 gegründete Non-Profit Organisation zur Offenlegung von umweltbezogenen Unternehmensdaten. Im CDP-Rating 2025 wurde Wilo in der Kategorie Klima auf die A-List aufgenommen. Nach Angaben des CDP gehört Wilo damit zu den bestbewerteten Unternehmen in dieser Bewertungskategorie.

Auszeichnung mit dem Siegel SDGold

Im September 2026 wurde Wilo mit dem Siegel SDGold der Stiftung Allianz für Entwicklung und Klima ausgezeichnet.

SDGold zeichnet Unternehmen aus, die sich für globale Entwicklung und Klimaschutz engagieren. Die Stiftung verleiht das Siegel nach Prüfung durch einen externen Verifizierer. Im Rahmen der Prüfung werden 5 Schritte des Klimaengagements betrachtet: die Organisationspolitik zur Förderung des Klimaschutzes, die Treibhausgasbilanzierung, die Klimastrategie, der Umgang mit verbleibenden Emissionen sowie Maßnahmen und Beiträge in den Bereichen globale Entwicklung und Klimaschutz.

Beitrag zu den Sustainable Development Goals

Im Jahr 2015 verabschiedeten die Vereinten Nationen die Sustainable Development Goals (SDGs). Die 17 Ziele bilden einen globalen Orientierungsrahmen für nachhaltige Entwicklung und umfassen soziale, ökologische und wirtschaftliche Themen.

Wilo bekennt sich zu den Grundsätzen nachhaltiger Unternehmensführung und berücksichtigt die Sustainable Development Goals als einen relevanten Orientierungsrahmen für die Weiterentwicklung von Geschäftsaktivitäten und Nachhaltigkeitsmaßnahmen.

Im Jahr 2018 unterzeichnete der Vorstand der Wilo Group den UN Global Compact und bekräftigte damit die Unterstützung seiner Prinzipien. Als global tätiger Wassertechnologiekonzern ist Wilo in Bereichen tätig, die einen wesentlichen Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung aufweisen. Hierzu zählen insbesondere Lösungen für die Verbesserung der Wasserversorgung sowie die Steigerung der Energieeffizienz in urbanen und industriellen Anwendungen. Vor diesem Hintergrund sieht Wilo insbesondere Bezüge zu den Sustainable Development Goals 6, 8, 9, 11, 12, 13 und 17.


Künstliche Intelligenz für Betriebsprozesse

Betriebsdaten intelligent auswerten

Mit zunehmender Digitalisierung entstehen immer größere Mengen an Betriebsdaten. Künstliche Intelligenz kann dabei helfen, diese Informationen auszuwerten und Muster zu erkennen, die bei einer rein manuellen Betrachtung schwer sichtbar wären.

Für Energiesysteme eröffnet das zusätzliche Möglichkeiten: KI-gestützte Analysen können Verbrauchsverläufe auswerten, Auffälligkeiten markieren, und Betriebsweisen vergleichen. Daraus lassen sich Hinweise auf Optimierungspotenziale ableiten.

KI ersetzt dabei nicht die Verantwortung der Menschen vor Ort. Sie schafft vielmehr zusätzliche Informationen, die dabei unterstützen können, Energieflüsse gezielter zu betrachten und Betriebsprozesse datenbasiert weiterzuentwickeln.


Energieflüsse verstehen und gezielt steuern

Daten schaffen Transparenz für unsere Standorte

Energie wird an unseren Standorten für unterschiedlichste Prozesse benötigt, von der Produktion bis hin zu Wärme, Kälte und weiteren Anwendungen. Je komplexer die Systeme sind, desto wichtiger wird ein genauer Blick auf ihre Energieflüsse.

Digitale Technologien ermöglichen es, Verbrauchsdaten und Betriebszustände kontinuierlich zu erfassen und miteinander in Beziehung zu setzen. Dadurch können Veränderungen sichtbar und Energieverbräuche differenzierter betrachtet werden.

Die so entstehende Transparenz schafft eine Grundlage dafür, mögliche Einsparpotenziale zu identifizieren, Maßnahmen gezielt auszurichten und die Entwicklung der Energieverbräuche über die Zeit nachzuverfolgen


Erneuerbare Energien in unsere Standortversorgung integrieren

Energieversorgung Schritt für Schritt weiterentwickeln

Neben einem bewussten Umgang mit Energie spielt auch die Frage eine Rolle, wie Energie an unseren Standorten erzeugt und bereitgestellt wird. Deshalb betrachten wir Möglichkeiten, erneuerbare Energiequellen in unsere Energieversorgung zu integrieren und unterschiedliche Technologien miteinander zu verbinden.

Photovoltaik, Energiespeicherung, Wasserstofftechnologie sowie innovative Wärme- und Kältesysteme können dabei Teil eines integrierten Energiesystems sein. Digitale Überwachung schafft Transparenz über die verschiedenen Energieflüsse und ermöglicht es, deren Zusammenspiel besser nachzuvollziehen.


Unser Ansatz zur Erfassung und Weiterentwicklung der Energieversorgung

Digitalisierung und erneuerbare Energien in der Standortversorgung gemeinsam betrachten

Die Verringerung von Treibhausgasemissionen ist kein einzelnes Projekt, sondern eine kontinuierliche Aufgabe. Sie betrifft die Art, wie Energie erzeugt, verteilt und genutzt wird, ebenso wie die technischen Systeme und Prozesse an unseren Standorten.

Mit digitaler Transparenz, Technologien zur Erfassung und bedarfsgerechten Steuerung von Energieflüssen und der Integration erneuerbarer Energien schaffen wir Ansatzpunkte, um unsere eigenen Energieflüsse weiterzuentwickeln.

Praxisbeispiel: Wilopark, Dortmund

Der Wilopark, Konzernhauptsitz der Wilo Group in Dortmund, verbindet Technologien zur Erzeugung, Speicherung und Nutzung von Energie.

Ein Teil des erzeugten Solarstroms wird im H2POWERPLANT zur Herstellung und Speicherung von Wasserstoff genutzt. Das H2POWERPLANT nutzt für die Elektrolyse Strom aus Solarkraft. Bei Bedarf kann der Wasserstoff über eine Brennstoffzelle wieder in elektrische Energie umgewandelt werden. Die Abwärme wird dabei im Verbundsystem zu Heizungszwecken genutzt, gespeichert oder vor Ort in Kälte umgewandelt. Je nach Betriebszustand kann die Abwärme zusätzlich für Heiz- oder Kälteanwendungen im Verbundsystem genutzt werden.

Der Wilopark macht anschaulich, wie unterschiedliche Energietechnologien innerhalb eines integrierten Energiesystems zusammenspielen können.